Gendergerechte Sprache

Im Hochschulkontext ist es wie auch im gesellschaftlichen Leben wichtig, dass Menschen in ihrer Vielfalt auch in der Sprache sichtbar werden. Deshalb setzt sich die LakoF für die Verwendung einer gendersensiblen fairen Sprache ein.

Warum gendersensible und faire Sprache?

Nur durch gendersensible Sprache werden vielfältige gesellschaftliche Lebensrealitäten richtig erfasst und wiedergegeben. Frauen bilden die Hälfte der Gesellschaft und sollten deshalb sprachlich genauso sichtbar sein. Gleiches gilt auch für alle Menschen, die sich nicht im binären Geschlechtersystem verorten. Grundsätzlich hilft die Verwendung einer gendersensiblen Sprache, Stereotype abzubauen und Missverständnissen vorzubeugen. Dies ist auch im Hochschulkontext wichtig, da viele beim Gedanken an „Wissenschaftler“ immer noch männliche Forscher vor Augen haben. Dies entspricht jedoch nicht mehr der aktuellen Hochschulwirklichkeit. Gerade Hochschulen sollten deshalb Vorbilder sein und die Vielfalt in ihren Reihen auch sprachlich zum Ausdruck bringen.

Gute Gründe für gendergerechte und faire Sprache im Hochschulkontext:

  • Mehr Eindeutigkeit und weniger Missverständnisse.
  • Sprache schafft Realität - gendergerechte Sprache trägt zu mehr Sichtbarkeit und somit auch zu mehr Chancengerechtigkeit bei.
  • Hochschulen haben gesellschaftliche Vorbildfunktion.

Umsetzung einer gendersensiblen fairen Sprache

Es gibt verschiedene Möglichkeiten gendersensibel, fair und inklusiv zu formulieren. Je nach Gelegenheit eignen sich manche besser als andere. Grundsätzlich geht es immer entweder darum, Gender sichtbar zu machen, wenn es von Bedeutung ist oder es sprachlich zu neutralisieren, damit sich alle angesprochen fühlen. Sprache bietet hierbei viele kreative Möglichkeiten und ermöglicht es, bestimmte Signale und Akzente zu setzen. Die LaKoF möchte deshalb dazu ermutigen, Sprache auch in der Wissenschaft kreativ und sensibel einzusetzen und dadurch einen Beitrag für mehr Sichtbarkeit und Gleichstellung in Wissenschaft und Gesellschaft zu leisten.


Best practice Beispiele an bayerischen Hochschulen